Realität und Fantasie gehen fließend ineinander über.
Wie Kinder unsere / ihre Welt sehen
Mit einem Lächeln und mit großem Neid schaue ich auf Kinder. Nur sie schaffen es, die Welt so zu betrachten als ob sie magisch wäre. Kinder denken eben anders als Erwachsene, weil sie noch staunen, alles direkt wahrnehmen und die Welt ohne feste Regeln erforschen. Sie verbinden Fantasie und Logik auf ihre ganz eigene Art.
Heute frage mich, wann ich es verlernt habe die Welt so zu betrachten. Und wie schnell diese Zeit vorbeigegangen ist. Wann hat es begonnen, dass mir die Illusionen geraubt wurden?
Wenn man als Erwachsener Fantasie und Wirklichkeit nicht klar trennen will oder kann, landet man schnell bei Ärzten und in entsprechenden Kliniken, die einem mittels Therapien und Medikamenten „helfen“ in die Realität zurückzukehren. Doch was ist ihre Legitimation dafür, uns sagen zu wollen, was wir gefälligst als erstrebenswerte Realität zu sehen haben? Sind es die Normen und Regeln? Wessen? Die der Gesellschaft? Damit diese zum Wohle einer kleinen Minderheit funktioniert?
Diese Regeln sind oft so trist und fantasielos. Also alles andere als Lebenswert. Eher einengend und die Kraft raubend. Nur wenige meiner Altersgenossen glauben noch daran, dass Gedanken, Wünsche oder Worte direkten Einfluss auf die reale Welt haben.
Und doch sagt uns jeder Coach und auch Menschen in einem Alter, in dem sie schon vieles erlebt und Erfahrungen gesammelt haben, dass man sich Ziele setzen, seinen Traum leben, und sich mittels Worte seine innere Stärke und den Glauben an sich selbst finden kann.
Also was ist zu tun? Gibt es einfache Lösungen? NEIN!
Und doch denke ich, dass es notwendig ist Freunde oder Gleichgesinnte zu finden, denen wir, und die uns vertrauen. Wir alle brauchen einen sicheren Ort, an dem wir unsere Ideen und Ängste äußern dürfen, ohne gleich ausgelacht zu werden. Versuchen wir uns gegenseitig zuzuhören, ohne gleich alles zu bewerten. Denn wir alle haben Ideen, Wünsche und Ängste, wie jeder andere „Erwachsene“ auch. Nicht anders als ein Kind. Doch wir verleugnen das viel zu oft und behalten unsere Gedanken verschlossen.
Erzählen wir uns gegenseitig unsere Gedanken, ohne gleich alles zu analysieren.
Unsere Gedanken mögen zwar komplexer sein, doch zeigen sie am Ende nur eins, in uns ist mehr von dem kleinen Kind lebendig, als wir es zugeben wollen. Versuchen wir die Welt und den Moment einfach „nur“ zu erleben. Und zwar direkt als solches! Anstatt alles sofort mit starren Begriffen zu erklären und in Kategorien zu verpacken. Lasst uns weiter nach dem Sinn von Zeit, Gerechtigkeit oder der Natur fragen. Denn nach wie vor bleiben sie für uns „kleine“ philosophische Rätsel.
Gemeinsam sollten wir nachdenken und neugierig bleiben.
Statt sofort alles so hinzunehmen und uns zu erklären, sollten wir uns eigene Fragen, und auf jeden Fall Gegenfragen stellen.
Das hilft uns kreativ zu denken und weiterhin fantasievoll durch unser Leben zu gehen.
Also sso ein bischen wie es ein Kind machen würde.
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